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November ohne Jasmin

  • Autorenbild: buehlerj1
    buehlerj1
  • 6. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Nach einem Monat sind wir wieder vereint und geniessen zusammen die letzten Tage in Nepal. Was wir in den letzten Wochen erlebt haben? Ich werde an dieser Stelle nicht auf mein Erleben im Kloster eingehen, weil's wahrscheinlich die meisten Leser eher langweilen würde. Nur eines noch: trotz tiefen Eintauchens in die buddhistische Philosophie und viel Ablenkung, der Monat ohne Caro war lang, sehr lang. Die buddhistische Weisheit der Vergänglichkeit konnte mich in den schwierigen Momenten aber etwas trösten ;)


Nun aber Bühne frei für Caros spannende Gedanken und Erlebnisse!


Schon bevor wir zurück nach Nepal reisten war klar, dass Jasmin den November in einem buddhistischen Kurs verbringen möchte. Und für mich war klar, dass ich diese Zeit wandernd verbringen wollte. Jasmin war ja bereits in Sri Lanka für einen Monat in einem buddhistischen Kloster - das '30-Tage-Entzugsprogramm' kannten wir daher schon. Wie in diesen Retreats üblich, werden Handys ausgestellt und der Fokus ist ganz auf die buddhistische Lehre gelegt - wir würden also keinen Kontakt haben in diesen 30 Tagen.

Anders als in Sri Lanka, wo ich meiner langjährigen Freundin im Guesthouse geholfen habe, erkundete ich dieses Mal jedoch alleine die Bergwelt.

Ehrlich gesagt hatte ich etwas Bammel davor, einfach alleine das Land zu bewandern. Also das selbe zu tun wie sonst auch, nur eben alleine und nicht mit Jasmin. Weshalb hat mich die Idee, alleine mit Zelt und Rucksack loszuziehen überhaupt verunsichert?

Ich war vor dieser Reise schliesslich schon oft alleine zelten - aber dann eben doch in nicht ganz so fernen Ländern.

Ehrlich gesagt zweifelte ich etwas an mir selbst. Ich war ziemlich nervös, wie ich mich so anstellen würde allein. Die Routenplanung zum Beispiel (ich meine natürlich die RoutenIDEE) ist meist Jasmins Ding; hat sich irgendwie so eingespielt. Genauso wie sie das Navigieren unterwegs meistens übernimmt (dafür trage ich mehr ;)). Würde ich es überhaupt hinkriegen, plötzlich Alles selbst zu machen?

Zugegeben, Jasmin hat mir im Vorfeld sehr mit der Routenideeung geholfen. Schlussendlich bin ich fast komplett anders gewandert - aber eine Idee zu haben wo es denn lang gehen soll, hat mir sehr geholfen.

Also habe ich mich nach Jasmins Klostereintritt ins Abenteuer Solo-Himalaya-Wanderung gestürzt und bin unglaublich dankbar, wie wunderschön die Zeit in den Bergen war. Die ersten Tage waren teils noch etwas harzig; Regen und Blutegel erschwerten den Start. Doch nach den ersten Schwierigkeiten folgten wunderbares Wanderwetter, tolle Wanderwege, atemberaubende Aussichten und schöne Menschenbegegnungen. Ausserden durfte ich wieder einmal merken, dass Alles gar nicht so wild ist, wenn man sich nicht aus der Ruhe bringen lässt. Die Nepali sind einem da aber auch ein sehr gutes Vorbild.

Entgegen meiner Befürchtungen habe ich erfahren dürfen, dass ich ziemlich gut auch alleine die Fremde erkunden kann. Und obwohl die Zeit alleine sehr wertvoll und spannend war - ich weiss nun zwar, dass ich die Welt problemlos alleine bewandern könnte - aber ich will es auf keinen Fall!

Es gab so viele wundervolle Momente in diesem Monat, die ich sehr genossen habe - aber hätte ich sie mit Jasmin teilen können, wären sie noch viel schöner gewesen. Es gab etliche Momente auf meiner Wanderung durch die Annapurnaregion, die mir ein Grinsen ins Gesicht gezaubert haben - am breitesten wurde es jedoch immer dann, wenn ich an Jasmin dachte und mir vorstellte, sie wäre bei mir.

Mein Fazit: Ich habe einen wunderschönen Monat in den Bergen verbracht, habe es sehr genossen, viel Selbstvertrauen und Vertrauen ins Leben gewonnen, und freue mich nun extrem, die atemberaubenden Momente wieder mit meiner bezaubernden Frau teilen zu können - denn geteilte Freude ist doppelte Freude. Und vermisst habe ich Jasmin jede Sekunde.

 
 
 

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