Der Traum wurde wahr
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Nach unserer langen Busfahrt von Bangkok nach Chiang Mai schnürten wir (wer hätt's gedacht...) ganz schnell wieder unsere Wander- resp. Trailrunningschuhe und zogen noch weiter Richtung Norden quer durch die Nationalparks.
Als wir uns im Vorfeld über die nordthailändischen Nationalparks und die Wandermöglichkeiten informierten, stiessen wir hauptsächlich auf Hinweise, dass das Wandern ohne Guide absolut unmöglich sei. Viel zu gefährlich, zu viele Wildtiere, zu dichter Dschungel, zu schnelles Verirren, zu schwierige Wege.
Unser Fazit nach diesem Monat: man kann hier wunderbar und sicher alleine wandern!
Natürlich konnten wir kein Schweizer Wandernetzwerk erwarten - die Thais sind schliesslich kein Wandervolk und Wandertourismus gibt es auch kaum. Aber wir fanden - im Gegensatz zu anderen Ländern - stets einen Weg, der begehbar und weiterführend war. Und ausser unzähligen stechfreudigen Insekten sind wir auch keinen gefährlichen Tieren begegnet. Wir konnten die Schönheit Nordthailands also in vollen Zügen wandernd und zeltend geniessen (wenn auch zwischendurch aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit leidend und fluchend :)).
Irgendwann erreichte uns das Gerücht, dass es wieder möglich sei, gewisse Grenzen zwischen Thailand und Myanmar überland zu passieren. Eine Einreise nach Myanmar könnte tatsächlich doch noch wahr werden? Puh, auch wenn wir bereits nach den ersten Monaten unserer Reise merkten, dass der Weg und kein bestimmter Ort unser Ziel ist, weckte diese Info dennoch erneut den Reiz, unseren ursprünglichen Traum doch noch zu verwirklichen. Nach einigem Austausch mit Einheimischen wurde aber schnell klar, dass die Einreise nach Myanmar nicht viel Sinn macht. Diese Grenzübergänge werden ledglich für den sogenannten "Visa-Run" benutzt. Wir wären dann zwar auf burmesischem Boden, könnten aber nicht weiter ins Land reisen, weil das Militär uns nicht weiterlassen würde.
Letztendlich haben wir den Traum auf unsere Weise aber doch noch erfüllt. Wir sind die letzten rund 150 Kilometer von Chiang Mai bis an die burmesische Grenze durchgewandert und konnten zumindest rübergucken :)
Jetzt ist es an der Zeit den Norden zu verlassen. Vor einigen Tagen hat die sogenannte "Burningseason" begonnen. Während dieser Zeit brennen die Bauern ihre Felder nieder. Die Luftverschmutzung steigt in dieser Zeit ins Unermessliche. Nach Indien wollen wir das unseren Lungen nicht schon wieder zumuten. So steuern wir nun langsam mit Bus und Zug (fühlt sich nach wie vor seltsam an...) in neue Gefilde.





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