Indien - man liebt es oder man hasst es
- buehlerj1
- 29. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Wir stehen nach drei Wochen noch irgendwo dazwischen.
Die Ankunft in Mumbai war überraschend entspannt. Offensichtlich haben uns die letzten 4.5 Jahre und diverse Grossstädte genug abgehärtet. Nach drei Tagen Mumbai wanderten wir los in Richtung Western Ghats (ind. Sahyadri). Unsere Idee ist es, den 1600 km langen Gebirgszug bis in den Süden zu durchwandern.

Ob uns das gelingen wird? Als ich versucht hatte das Projekt etwas vorzuplanen, bin ich irgendwann an der Nichtverfügbarkeit verlässlicher Informationen gescheitert und wir entschieden uns, das Ganze hier in Indien Etappe für Etappe auf uns zukommen zu lassen. Ob wir nun durch alle Gebiete wandern dürfen resp. ob sie prinzipiell überhaupt zugängliclh sind, steht bis heute in den Sternen.
Auf dem bisherigen Abschnitt haben wir nun bereits beides erfahren. Einerseits gibt es hier super ausgearbeitete Wanderwege, andererseits mussten wir uns auch bereits mehrfach durch schwer durchdringbare Dornenbüsche kämpfen. Manche Wege gibts mal wieder nur auf der Wanderkarte. Wir bleiben offen und gespannt :)
Die Bergwelt hat uns jedenfalls sehr positiv überrascht. Wir befürchteten, dass wir in Indien kaum zelten können, da es entweder viel zu überwachsen ist oder zu viele Menschen rundherum sind - ähnlich wie damals in Sri Lanka. Nebst dem, dass dies ohnehin bereits unser Bild von Indien war, wurde dieses "es hat überall Menschen - überall!" noch so oft von anderen Reisenden betont. Tja, wir stellen fest, dass wir einfach anders unterwegs sind als die meisten Reisenden. Denn in den Bergen treffen wir kaum auf Menschen. Und durch die überraschend trockenen, teilweise kargen Landschaften ist die Zeltplatzsuche bisher überhaupt kein Problem. Was eher problematisch ist: das Trinkwasser. Die Kehrseite der für uns grundsätzlich vorteilhaften Trockenheit.
(Kleine Kostprobe am Ende dieses Videos).
Nichtsdestotrotz sind wir ausserordentlich froh, dass wir morgen wieder zurückkehren können in die Western Ghats. Wir haben einen kurzen Zug-Abstecher in die Grossstadt Pune gemacht, um neues Camping-Gas zu holen. In Indien ist es verboten, solche Gaskartuschen in Shops zu verkaufen. Sie sind ausschliesslich online erhältlich. Glücklicherweise habe ich im Kloster in Nepal jemanden aus Pune kennengelernt, die uns das Gas bestellen konnte.
Ausgerüstet mit Gas und Nahrungsmitteln sind wir nun mehr als ready die Stadt wieder zu verlassen. Unsere Lungen und Ohren werden uns danken. Ja, hier ist Indien tatsächlich so wie wir es erwartet haben: chaotisch, laut, dreckig und versmogt.
Ja, das ECHTE Indien (*zwinker* an D.L. aus M.).





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