E3 westwärts - Teil 2
- vor 2 Tagen
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Wie ging‘s weiter mit unserem Dilemma der Alpin-Abschnitt-Überquerung im Balkangebirge? Sind wir das Risiko eingegangen oder haben wir eine Alternativroute gefunden?
Tatsächlich wagten wir es nochmals, zur E3-Route zurückzukehren. Voller Hoffnung hielten wir an den geänderten Wetterprognosen fest, die zumindest vier Tage gewitterfrei und nur wenig Regen ankündigten. So standen wir nach einer weiteren - entgegen der Prognosen - heftig stürmisch-verregneten Nacht vor dem Botev, dem höchsten Berg des Balkangebirges. Entmutigt, weil die unwetterfreie Phase doch wieder nur zwei Tage anhielt. Ja, nun war tatsächlich auch bei uns der Frustrations-Moment gekommen. Das unwirsche Wetter zehrte nach so langer Zeit dann doch zu sehr an unserer Motivation und leerte unsere Batterien zum Nullpunkt. Wir benötigten Urlaub!
Wie‘s der Zufall so will, erhielt Caro genau an diesem Tag Werbung von Flixbus. Sofia - Kavala für CHF 11.-. Wow, lass uns Wanderferien auf der griechischen Insel Thassos machen und die schlechte Wetterperiode, die gemäss lokaler Meteorologen Ende Juni wirklich endlich ein Ende haben soll, aussitzen resp. -wandern! So tankten wir für knapp zwei Wochen herrlich-trockene, warme griechische Luft, genossen es, morgens im trockenen Zelt und im trockenen Schlafsack aufzuwachen, in trockene Kleider zu hüpfen und den trockenen Rucksack zu satteln.
Auf der Rückreise besuchten wir noch die Grossstadt Thessaloniki und nutzten die Gelegenheit für Zahnarzt- und Augenarzt-Besuche.
Ein weiteres Mal staunten wir darüber, wie sehr Bulgarien unterschätzt wird. Das griechische Thessaloniki erschien uns nach dem bulgarischen Sofia so ungepflegt, schmuddelig und bedürftig. Und was uns besonders auffiel: in Sofia sahen wir - im Vergleich zu Thessaloniki - nur sehr wenige Obdachlose. Wir konnten dann in Erfahrung bringen, dass die Stadtverwaltung von Sofia überdurchschnittlich viele eigene Notunterkünfte betreibt und somit auf hilfreichem Weg zur niedrigeren Obdachlosigkeit beiträgt.
Nun ist bereits schon fast wieder Mitte Juli und wir haben es tatsächlich geschafft! Wir konnten nach unserer Rückkehr - nicht bei gutem, aber zumindest bei ungefährlichem Wetter - den Alpin-Abschnitt durchwandern :)





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