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Herrlich griechisch unbürokratisch

Nachdem wir uns entschlossen hatten ein Jahresvisum zu beantragen, holten wir bei der griechischen Botschaft Informationen zum weiteren Vorgehen ein. Wir sollen uns in der nächsten Stadt an die Polizei wenden. Nach unserer Ankunft in Kalambaka steuerten wir also direkt den Polizeiposten an und schilderten unser Anliegen. Ein Polizist verschwand mit unseren Pässen, drückte sie uns eine Viertelstunde später wieder in die Hand und meinte in leicht unmotiviertem Ton: „You can stay as long as you want. You don‘t need a Visa.“

Verwirrter denn je riefen wir erneut bei der Botschaft an. „Nein, diese 90-Tage-Regel ist richtig. Ihr benötigt tatsächlich ein Visa wenn ihr länger bleiben wollt. Wahrscheinlich war der Mitarbeiter einfach zu faul, um das Anliegen richtig abzuklären. Das kann in Griecheland passieren. Ihr müsst nochmals zur Polizei.“

Nun gut, was wosch?! Dann belästigen wir denselben Posten halt nun solange, bis wir ans Ziel kommen! Auf dem Weg entdeckten wir noch ein Touristenzentrum. „Lass uns doch noch hier hingehen und hören was die zu sagen haben.“ Die drei Mitarbeiter setzten alle Hebel in Bewegung, telefonierten kreuz und quer mit allen möglichen Behörden und konnten uns endlich aufklären. Das 90-Tage-Gesetz gibt es tatsächlich - offiziell. Nur sind die griechischen Beamten durchweg so faul (ihr eigener Wortlaut!), dass es niemanden interessiert. Selbst nach mehrmaligem Nachhaken unserer Bedenken versicherten sie uns, dass wir mit hundertprozentiger Garantie keinerlei Probleme haben werden solange wir nur reisen. Falls wir dann jemals ein Haus mieten, ein Auto kaufen, einen Griechen heiraten oder arbeiten möchten, müssten wir bei der Polizei eine Bestätigung holen.

Wow ok, die haben sich nun so ins Zeug gelegt, denen können wir‘s zweifellos glauben. Ein Hoch auf die griechische (un-)Bürokratie! :)


A propos Kalambaka: die beeindruckenden Impressionen der Meteora-Klöster möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten.



Weitere Bilder siehe Galerie

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