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5000 Kilometer - ein Plädoyer für die Umwege



5000 Kilometer zfuess... Als wir feststellten, dass wir ohne all unsere Umwege, Schlenker und Zusatzbögelchen inzwischen in Teheran wären, staunten wir nicht schlecht. Dieser Gedanke ist beeindruckend und absurd zugleich. Wie würde es sich wohl anfühlen jetzt im Iran zu sein? Ja, diese Frage huscht tatsächlich kurz durch den Kopf und ein bisschen neugierig wären wir ja schon. Doch glücklicherweise waren wir beide bereits nach den ersten Reisewochen überzeugt, dass wir nicht den direkten und schnellen, sondern den möglichst schönen Wegen folgen möchten. Wir wollen uns gar nicht vorstellen wie es wäre wenn wir uns in dieser Sache nicht einigen könnten. Hui, wär das eine komplizierte Reise :)

Nicht eine Sekunde haben wir das Ja zu den Umwegen bereut. Was wir alles verpasst hätten, wie viele wunderschöne Orte uns verborgen geblieben wären. Wir denken zum Beispiel an das albanische Hinterland, das uns so tief berührt hat oder das aktuelle, intensive Erkundschaften von Griechenland. Niemals möchten wir auch nur einen Umweg missen.

Die Art und Weise unseres Nomadenlebens, das Abstandnehmen von Schnelligkeit und Effizienz, das Leitenlassen von unseren Herzen - egal wie viele Kilometer Umwege es auch mit sich bringt - überträgt sich mittlerweile auf unsere gesamte Lebenseinstellung. Muss es wirklich immer schneller, höher, weiter sein? Wo hat die Ultraeffizienz unsere Gesellschaft hingeführt? Ist das tatsächlich erstrebenswert? Ist der Mensch durch all die Errungenschaften, die das Leben derart beschleunigen, glücklicher geworden? Selbstverständlich können wir diese Frage für niemanden beantworten und wir freuen uns natürlich für jeden, der darin sein Glück findet.

Wir für uns haben auf jeden Fall entschieden, dass wir uns zukünftig nicht mehr in den Strudel der modernen Hektik ziehen lassen und dadurch all die vermeintlich zeitraubenden berührenden Umweg-Momente verpassen wollen.

Wir sind gespannt wie gut uns das gelingen wird 😉



Weitere Bilder siehe Galerie.

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